Donnerstag, 17. Mai 2012

Einheitlich große Gewächse

Das Verwirrspiel mit Erster Lage, ersten Gewächsen und Großen Gewächsen soll bald ein Ende haben. Das beschloss der Bundesvorstand des VDP bei seiner Sitzung Mitte Januar in Wachenheim.
(sas) »Bereits ab dem Jahrgang 2012 werden wir mit der Umstellung beginnen«, kündigte der VDP-Bundesvorsitzende Steffen Christmann beim Pressegespräch in Wachenheim an. Bis 2015, so die Vorstellung des Bundesvorstandes der Vereinigung Deutscher Prädikatsweingüter. Die »Ersten Lagen« sollen demnach in »Große Lagen« umbenannt werden, was vor allem für die restsüßen Weine der VDP-Weingüter von Mosel, Saar und Ruwer eine Rolle spielen wird. Außerdem werden die VDP-Weingüter im Rheingau ihre Ersten Gewächse in Große Gewächse umbenennen. Sie verpflichten sich gleichzeitig, sich bei der Produktion von Großen Gewächsen an die gesetzlichen Trocken-Grenzen zu halten. Bisher können Erste Gewächse aus dem Rheingau bis zu 15 g Zucker/Liter enthalten.
Nicht betroffen von der Vereinbarung sind alle Nicht-VDP-Weingüter im Rheingau, die weiterhin Erste Gewächse nach den geltenden rechtlichen Vorschriften des Landes Hessen erzeugen können. In Hessen sind im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern die Ersten Gewächse weinrechtlich geregelt und somit auch für Weingüter offen, die nicht dem Verband der führenden deutschen Weingüter angehören. Allerdings ist in keinen anderen Anbaugebiet der VDP so weit verbreitet wie im Rheingau. »Die VDP-Betriebe repräsentieren rund 70 Prozent der Rebfläche im Rheingau«, so Christmann.
Offen ist noch die Frage, was mit dem Logo der 1 mit Traube, das die »Erste Lage« kennzeichnet und derzeit die Flaschen der Ersten und Großen Gewächse ziert, passieren wird. Einerseits wird die 1 durch die Umbenennung in Große Lage unlogisch, andererseits hat sich bei Weinliebhabern dieses »Markenzeichen« als Symbol für Große Gewächse eingeprägt.
Außerdem hat man sich im VDP nun endgültig darauf geeinigt, künftig grundsätzlich keine trockenen Prädikatsweine mehr zu produzieren. Die Begriffe Kabinett, Spätlese und Auslese sind fortan ausschließlich restsüßen Weinen vorbehalten. Auch hinsichtlich der Preisstruktur gibt es eine klare Empfehlung an die Weingüter mit dem Adler: Lagenweine sollen doppelt so teuer sein wie die Gutsweine, die Großen Gewächse sollen den dreifachen Preis der günstigsten Qualitätsweine des Weinguts haben.

Suche nach Meldungen

Bitte geben Sie im folgenden Ihren gewünschten Suchbegriff ein.

Suchbegriff
Kategorie
Zeitraum

Ihre Meinung

Alkohol

Berücksichtigen Sie alkoholreduzierte Weine in Ihrer Sortimentsgestaltung?

JaNein
> Ergebnis anschauen

Anzeige schalten

Ralf Clemens (Gesamtanzeigenleitung)

Tel.: 06321 / 89 08-81
E-Mail: clemens@meininger.de


Jörg Sievers (Beratung, Verkauf)

Tel.: 06321 / 89 08-67
Fax: 06321 / 89 08-80
E-Mail: sievers@meininger.de


Silke Geiger (Anzeigenverwaltung)

Tel: 06321/89 08-72
Fax: 06321/89 08-80
E-Mail: geiger@meininger.de


Marianne Keck (Anzeigenverwaltung)

Tel: 06321/89 08-78
Fax: 06321/89 08-80
E-Mail: keck@meininger.de

Weinwirtschaft Weinwirtschaft